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Magenbypass

Magenbypass

Magen by-pass

Für wen ist eine Magenpass-Operation geeignet?

Eine Magenbypass-Operation wird empfohlen, wenn trotz Einsetzen eines Magenbandes kein Gewichtsverlust erfolgt ist, insbesondere bei Patienten mit Diabetes, ab einem Alter von 50 Jahren. Eine Magenbypass-Operation ist ein sehr wirksamer Eingriff zur Behandlung von Diabetes.

Ziel der Magenbypass-Operation:

Diese Operation begrenzt nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern reduziert auch ihre Reabsorption im Dünndarm. Je nach Grösse des geschaffenen Magenreservoirs ist die restriktive Natur der Operation mehr oder weniger ausgeprägt.

Diese bariatrische Operation wird in zwei Etappen durchgeführt:

  1. zunächst wird der Magen im oberen Anteil durchtrennt, so dass ein kleiner Vormagen (Magenpouch) entsteht, der mit der Speiseröhre verbunden bleibt. Der Restmagen verbleibt im Körper.
  2. Danach wird der obere Dünndarm durchtrennt. Der Dünndarmanteil vom Magen bis zur Durchtrennungsstelle ist ca. 50-60 cm lang und wird biliärer Schenkel genannt, da über diesen Darmanteil Gallenflüssigkeit und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse transportiert werden. Der folgende Darm hinter der Durchtrennung wird jetzt an den Magenpouch genäht. Dieser Schenkel wird als alimentärer Schenkel bezeichnet, da die aufgenommene Nahrung über die Speiseröhre in den Magenpouch und von hier aus in den alimentären Schenkel gelangt. Zum Schluss wird am Ende des alimentären Schenkels der biliäre Schenkel eingenäht, so dass jetzt die Verdauungsenzyme zur weiteren gemeinsamen Darmstrecke hinzukommen und die eigentliche Verdauung beginnt. Die Folge ist, dass nur ein Teil der Nahrungsbestandteile resorbiert wird, nämlich jene, die in den 150 cm des alimentären Schenkels und den 60 cm des biliären Schenkels aufgenommen wurden.

Der Magenbypass hat eine doppelte Auswirkung: Begrenzung der Nahrungsaufnahme durch Bildung einer Magenpouch und Reduzierung der intestinalen Absorption durch die oben beschriebene „Umleitung“. Daher besteht nach der Operation die Gefahr von Nährstoffmangelsyndromen, weshalb der Patient regelmässig überwacht werden muss, um eine Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und zu therapieren.

Die ärztlichen Untersuchungen vor der Operation

Eine Magenspiegelung zur Untersuchung des Magens nach eventuellen Geschwüren oder Hiatushernien. Diese Untersuchung sollte unter Vollnarkose durchgeführt werden, da sie im Allgemeinen schlecht vertragen wird.

  1. Eine Abdomen-Sonografie zur schmerzlosen Untersuchung der Leber nach einer eventuellen Überfettung  und der Galle nach eventuellen Gallensteinen.
  2. Eine Blutuntersuchung
  3. In einigen Fällen kann der Narkosearzt eine Untersuchung durch einen Kardiologen verordnen.

Sämtliche Untersuchungen können am Vortag der Operation durchgeführt werden.

Operationsvorbereitungen

Am Tag vor der Operation werden Sie in die Schönheitsklinik in Tunesien gebracht, damit sie sich in Ihrem  Zimmer niederlassen und duschen können und Zeit für ein Gespräch mit dem Ärzteteam, Ihrem Chirurgen, dem Narkosearzt und dem übrigen paramedizinischen Personal haben. Der Eingriff findet am nächsten Morgen statt. In den meisten Fällen werden dem Patienten am Vortag der Operation leichte Beruhigungsmittel verabreicht, damit etwas ängstliche Patienten sich gelassener auf den Eingriff vorbereiten können.

Narkose

Die Magenbypass-Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt.

Klinikaufenthalt

Die Magenbypass-Operation erfordert einen Klinikaufenthalt von 3 bis 4 Übernachtungen.

Aufenthalt in Tunesien

Der Gesamtaufenthalt in Tunesien für eine Magenbypass-Operation beträgt 7 Übernachtungen.

Dauer der Operation

Die Magenbypass-Operation dauert im Durchschnitt 2 bis 3 Stunden.

Nach dem Eingriff

Der Patient kann wenige Stunden nach dem Eingriff aufstehen.

Je nach Art des Eingriffs muss der Patient zwischen 24 Stunden und 3 Tagen nüchtern bleiben.

Nach der Operation treten im Allgemeinen nur leichte Schmerzen auf, die mit leichten Analgetika gelindert werden.

Abhängig vom Zustand des Patienten wird eine TOGD-Röntgenuntersuchung gemacht,  bei der der Patient eine Flüssigkeit trinken muss, die vorübergehend Durchfall auslösen kann. Diese Untersuchung dient zur Kontrolle der vom Eingriff betroffenen Magenpartien. Im Anschluss an die Untersuchung kann sich der Patient wieder ernähren.

Nach einer abklärenden Besprechung mit dem Ernährungsberater kann der Patient die Klinik verlassen.

Der Patient bekommt folgende Medikamente verschrieben:

  • Analgetika für die ersten Tage nach der Operation und ein Magenberuhigungsmittel
  • Vitamine
  • Antikoagulantien zur Vorbeugung von Thrombose im Falle einer entsprechenden Vorgeschichte

Operationsfolgen

Möglichst alle drei Monate und mindestens alle 6 Monate sollte der Patient einen Ernährungsberater konsultieren, um eventuelle Ernährungsmängel festzustellen. Mit der Zeit reicht eine Konsultation pro Jahr.

Die Magenbypass-Operation hat eine doppelte Wirksamkeit:

  1. eine Gewichtsabnahme von 75% des Übergewichts innerhalb von 2 Jahren nach der Operation, danach stabilisiert sich das Gewicht im Allgemeinen.
  2. Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie werden in 70 bis 80% der Fälle gelindert oder sogar geheilt.

Mögliche Komplikationen

Eine Magenbypas-Operation kann zu einigen früh-postoperativen Komplikationen führen:

  1. Medizinisch bedingte Komplikationen, wie Lungenentzündung oder Harnweginfektion, Venenentzündung, Lungenembolie. Diese Komplikationen können bei allen Adipositas-Patienten auftreten, sind jedoch durch die Fortschritte im Bereich der postoperativen Intensivpflege sehr selten geworden.
  2. Operationsbedingte Komplikationen wie Blutungen, Fisteln, Abszesse, die in 2 bis 4% der Fälle auftreten und die in der Regel eine chirurgische Behandlung erfordern. Solche Komplikationen sind bedingt durch den schweren operativen Eingriff, insbesondere bei morbid adipösen Patienten.

Zu den Langzeitkomplikationen zählen  Vitamin- und Nährstoffmangel sowie Dumping Syndrom aufgrund der unkontrollierten  Ankunft von süsstoffhaltigen Lebensmitteln im dem mit dem Magenpouch verbundenen Dünndarm, wodurch innerhalb weniger Minuten nach einer Mahlzeit Krämpfe, Schweissausbrüche und Durchfall auftreten können.  Durch den Verzicht auf süsstoffhaltige Nahrungsmittel können diese Symptome weitgehend reduziert werden. Aufgrund dieser Komplikationen müssen adipöse Patienten mit einem Magenbypass regelmässig ärztlich überwacht werden.

Arbeitsunfähigkeit

Die Arbeitsunfähigkeit nach diesem Eingriff dauert 2 Wochen.

Kosten

Der Preis für eine Magenbypass-Operation in Tunesien beträgt 4900 Euro.